Post-Election Riots, die Übergriffe auf die Volksgruppe der Kikuyu nach den mutmaßlich gefälschten Wahlen von 2007, hängen wie ein Damoklesschwert über dem Land. In vielen Städten entlud sich der Zorn auf den immer noch amtierenden Präsidenten Kibaki, der schließlich einer großen Koalition mit seinem Gegenkandidaten Odinga zustimmte. Es kam zu Vergewaltigungen, Plünderungen, Vertreibungen und Morden.
Quo vadis Kenia? Viele unserer Gesprächspartner, Kenianer wie Ausländer, sehen in den Wahlen von 2012 den “Defining Moment” für die Zukunft des Landes. Sollte es wieder zu gewaltsamen Aufständen kommen, könnte aus einer „Mid-Life Crisis“ des einstigen Vorzeigelandes ein Langzeitproblem werden.
Roundabouts sind die Kreisverkehre, die vielerorts Straßenkreuzungen ersetzt haben. Wer die Idee auch hatte, sollte das Ganze noch einmal überdenken. Wie in Holland funktioniert das hier nämlich nicht, meistens entstehen vor den Kreiseln absurde Staus.
Schwarzwälder Kirschtorte kann man hier als „Black Forest Cake“ in jedem Supermarkt kaufen. Ein weiterer deutscher Einfluss ist die schwarz-rot-goldene Fahne als Erkennungszeichen von Polizeistationen.
Tusker ist das beliebteste und – das haben unsere umfangreichen Testreihen ergeben – auch leckerste Bier in Kenia.
Ungeduscht waren wir bisher eigentlich nie, obwohl wir in Buru Buru bisher nur in zwei Nächten Wasser hatten. Mit Hilfe von Unmengen an Kanistern, Töpfen und Fässern kommen wir ziemlich gut aus.
Vitamine und Fette sind in Kenia ein überzeugendes Verkaufsargument. Der Brotaufstrich „Blue Band“, eine Mischung aus Fruchtzwergen und Leim, wirbt mit dem Slogan: „Fats and vitamins make your child grow. Daily Blue Band. Daily growth.“
Wambui ist der Nachname von unserer Gastgeberin Mary und gleichzeitig so etwas wie das Müller oder Schmidt von Kenia.
X-mal im Stau gesteckt haben wir in den letzten Tagen. Das Problem ist folgendes: Sobald man an eine Kreuzung kommt, staut sich der Verkehr, weil die Matatus mit waghalsigen Fahrmanövern ständig Chaos produzieren. Absolut nichts für jähzornige Mercedes-Piloten. Auf dem Foto seht ihr eine typische Situation auf kenianischen Strassen.
Yunus aus Kibera, wohnt im „Rescue Center“ für Straßenkinder und ist eines der vielen, vielen Kinder, die wir in den letzten Tagen besucht haben.
Zain, Safaricom und Orange sind die drei größten Mobilfunkteilunternehmen des Landes. Weil das Festnetz teuer und katastrophal unzuverlässig ist, hat mittlerweile fast jeder Kenianer zumindest ein Handy und telefoniert ständig damit. Da müssen sich sogar die Italiener warm anziehen.